Auf die olympische Regattastrecke von 1972 in Oberschleißheim, dahin wollten unsere 12 und 13-jährigen Nachwuchstalente dieses Jahr unbedingt.
Mit 12 Sportlern und sechs Betreuern sowie drei qualifizierten Booten stürzten wir uns am letzten Juniwochenende in das Abenteuer Bundeswettbewerb 2025.
Motiviert für das Team Brandenburg und auf dem Leistungshöhepunkt reisten wir mit zehn Mädchen und zwei Jungen nach München zu der traditionsträchtigen Regattastrecke.
Das Training am Donnerstag begann gleich mit einem richtigen Knall oder besser gesagt mit einem Sturm-Gewitter-Sturzregen. Die Eröffnungsfeier wurde abgesagt, damit alle Teams sicher in ihre Quartiere kommen konnten.
Am Freitag galt es die Langstrecke von 3000 Metern zu absolvieren und es sollte warm werden.
In den frühen Morgenstunden ging unser Mädchenvierer 13/14 Jahre mit Steuermann an den Start. Der erst kürzlich aus Zweiern zusammenformierte Vierer mit Lotta Steinhäuser, Nele Bruns, Charlotte Bzowka, Tilda Petrick und Steuerfrau Amelie Kraus zeigte ein sehr harmonisches Ruderbild und fuhr mit einer Saisonbestleistung in ihrer Abteilung eine Silbermedaille für das Team Brandenburg nach Hause.
Für unseren Mädchenvierer 12/13 Jahre mit Soraya Helmchen, Ella Weißer, Melissa Mindach, Charlotta Belger und Steuerfrau Marlene Krebs war es schon deutlich wärmer. Auch dieses Boot ruderte zielstrebig und flüssig über die Strecke und konnte mit einer Bestzeit über die Langstrecke sowie einen vierten Platz in der Abteilung abschließen.
Isaak Schaan und Finley Gräfe ließen sich als jüngste Teilnehmer im Leichtgewichtszweier der 12/13jährigen Jungen nicht aus der Ruhe bringen und machten jeden Schlag auf den 3 km ihr Ding mit dem Ziel Erfahrung zu sammeln.
Viele tolle Leistungen vom Team Brandenburg ließen ganz oft und ganz laut unsere Teamsprüche auf der Naturtribüne ertönen. In den meisten Rennen mit Brandenburger Beteiligung konnte unser Team "Flieg, Adler flieg..." rufen, da entweder eine Gold- oder eine Silbermedaille errudert wurde. Die Gesamtwertung der Langstrecke schloss Brandenburg mit Platz 4 ab.
Samstag stand der Wettkampf unter dem Zeichen der Athletikaufgaben. Ziemlich heiß wurde es dazu auf der dafür vorgesehenen Campingwiese. Nichtsdestotrotz schweißten sich unsere Riegen durch Teamgeist zusammen und gaben ihr Bestes. Am Ende hieß es in der Gesamtwertung Platz 9 für die SportlerInnen aus Brandenburg.
Am Nachmittag fieberten über 1000 Nachwuchsruderer den immer wieder Spaß bringenden Betreuerrennen entgegen. Der RCKW und der WSVKW stellten hierfür ein Boot, welches mit allen Teamsprüchen aus Brandenburg bis ins Ziel begleitet wurde.
Sonntag - 36 Grad im Schatten und auf dem Wasser noch heißer - Bundesregatta über 1000 m.
Eröffnet wurde diese Regatta aus KWer Sicht durch Isaak und Finley. Die beiden lieferten sich im vierten Abteilungsrennen ein packendes Duell mit ihren Teamkollegen aus Plaue. Am Ende ruderten unsere beiden zu einer stolzen Goldmedaille, freuten sich aber ebenso über die Silbermedaille für Plaue, die weitere Punkte für das Team Brandenburg brachte.
Für unsere beiden Mädchen-Vierer wurde es im Tagesverlauf sehr heiß. Nichtsdestotrotz waren wir unglaublich stolz, beide Vierer mit unseren 13-jährigen Mädchen im A-Finale zu sehen.
Raus aus dem Schatten, rein in die Sonne, sahen wir zunächst unsere Mädels im Mädchenvierer 12/13 Jahre. Und Soraya, Ella, Melissa, Lotti und Marlene zeigten, dass wir in den letzten Wochen hervorragend gearbeitet haben. Die wollten beweisen, dass sie zurecht zu den sechs schnellsten Booten in Deutschland gehören - und das taten sie. Mit der schnellsten Zeit der Saison bei einer absoluten Hitzschlacht, bestätigten sie hinter den Sportschulen aus Magdeburg, Halle, Potsdam und Bernburg ihre sechstschnellste Zeit von der Langstrecke und schlossen den Bundeswettbewerb 2025 mit einem hervorragenden sechsten Platz vom gesamten Feld ab.
Lotta, Nele, Lotte, Tilda und Amelie, auch alle 13 Jahre, aber startend im Mädchenvierer der 13 und 14-jährigen, wollten ebenso beweisen, dass sie im A-Finale richtig sind.
Die Anstrengung bei der Hitze sah man den fünf Mädels an und trotzdem war ihr Kampfgeist ungebrochen. Mit langen und gleichmäßigen Schlägen schoben sie sich am Ende noch an einem Boot vorbei und schlossen die Regatta als Jüngere Altersklasse dieses Rennens mit den fünften Platz in der Gesamtwertung von 20 Booten ab.
Das Team Brandenburg kam auch in der Bundesregatta in der Gesamtwertung auf den vierten Platz.
Am Ende freuten wir uns als Ruderer aus der Mark Brandenburg über einen sehr erfolgreichen fünften Platz des gesamten Bundeswettbewerbes.
Wir freuen uns daher auf das erste Juliwochenende 2026, wenn es in Münster wieder heißt: „1, 2, 3, 4 - aus Brandenburg sind wir!“ und „Flieg Adler flieg, führ Brandenburg zum Sieg!“



























